Magnesium ist an über 300 enzymatischen Prozessen in unserem Körper beteiligt und daher sehr essenziell für uns. Es spielt eine zentrale Rolle für Muskeln, Nerven, Energieproduktion und Elektrolythaushalt. Ebenso spielt Magnesium eine wichtige Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen, unterstützt den Aufbau und Erhalt der Muskulatur und trägt zu einer stabilen Blutzuckerregulation bei. Es fördert außerdem den Energiestoffwechsel und kann so zu mehr körperlicher Leistungsfähigkeit beitragen. Nicht zuletzt ist Magnesium ein wichtiger Baustein für gesunde und stabile Knochen.

Einige von euch greifen schon zu Magnesium und unterstützen so ihren Körper zusätzlich. In der Theorie lässt sich diese Menge über eine ausgewogene Ernährung mit Nüssen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und grünem Gemüse gut erreichen, aber in der Praxis sieht es meist anders aus. Oft sagt man, früher war alles besser, was ich nicht zu 100 % unterschreiben würde, aber in Bezug auf den Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel kann man das schon größtenteils sagen. Das ist auch der Grund, warum ich zusätzlich supplementiere und mich nicht darauf verlasse, dass alles über die Nahrung zugeführt wird.

Wenn ihr regelmäßig Sport treibt und vielleicht danach noch eine entspannende Sauna-Session genießt, sollte auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr geachtet werden. Durch intensives Training und starkes Schwitzen verliert der Körper einige Mineralstoffe und darunter auch Magnesium. Auch Faktoren wie anhaltender Stress, eine einseitige Ernährung oder bestimmte Medikamente können dazu beitragen, dass der Magnesiumbedarf oder die Versorgung nicht optimal ist.

Warum es so wichtig ist

Wie bereits erwähnt, hat Magnesium eine wichtige Rolle in unserem Körper und zählt zu den essenziellen Mineralstoffen. Wenn wir auf eine gute Versorgung achten, können wir von folgenden Punkten profitieren:

  • Trägt zur normalen Muskelfunktion bei
  • Unterstützt einen normalen Energiestoffwechsel
  • Fördert Eiweißsynthese
  • Reduziert Müdigkeit und Ermüdung (verbesserte Schlafqualität)
  • Kann bei Stress und innerer Anspannung helfen
  • Energieproduktion in den Zellen
  • Unterstützt die Leistungsfähigkeit und Ausdauer beim Sport
  • Hilft bei der Blutzucker- und Insulinsensitivität
  • Stabilität von Knochen und Zähnen
  • Trägt zur besseren Erholung nach Hitzebelastung/Sauna bei

Bei guter Versorgung spürt man vor allem die "Alltags-Upgrades" wie weniger Krämpfe, besseren Schlaf und allgemein mehr Gelassenheit.

Was könnten Anzeichen für einen Mangel sein?

  • Häufigere Waden-/Fußkrämpfe
  • Lid- und Muskelzucken
  • Kopfschmerzen/Migräne-Neigung
  • Schnellere Erschöpfung, schlechtere Erholung
  • Innere Unruhe oder Herzklopfen nach Belastung

Welche Art von Magnesium sollte ich eigentlich nehmen?

Es gibt verschiedene Magnesiumpräparate und anfangs ist man etwas überfordert bei der Auswahl. Daher habe ich angefangen mit einem "Fullnesium", also einem Magnesium-Komplex, und fahre damit immer noch hervorragend. Zusätzlich habe ich noch Magnesiumglycinat (auch Bisglycinat) für mich entdeckt und nehme dieses an unterschiedlichen Tagen (z.B. Sport- oder Ruhetagen). Hier probiert ihr euch einfach am besten selbst aus. Welche Arten es gibt und wie sie wirken:

  • Magnesiumcitrat: sehr hohe Bioverfügbarkeit (oft 20–30 % besser als Oxid), löst sich super, wirkt schnell. Ideal für: Sportler (ersetzt Verluste durch Schweiß), allgemeinen Mangel-Ausgleich, leichte Verstopfung (mild abführend). Nachteil: Kann bei sensiblen Mägen abends Durchfall machen – dann lieber nicht pur nehmen.
  • Magnesiumglycinat: (auch Bisglycinat) – die sanfte Variante, gebunden an die Aminosäure Glycin, die selbst beruhigend wirkt. Exzellente Aufnahme, fast keine Magenprobleme. Ideal für: Stress, innere Unruhe, schlechten Schlaf, Reizbarkeit oder wenn du empfindlich bist. Viele berichten: „Ich schlafe endlich durch und wache erholt auf.“
  • Magnesiummalat: gebunden an Apfelsäure (Malat) – gut für Energieproduktion (unterstützt den Citratzyklus). Hohe Bioverfügbarkeit, magenschonend. Ideal für: chronische Müdigkeit, Fibromyalgie-ähnliche Beschwerden, Sport-Recovery. Nachteil: Weniger beruhigend als Glycinat. Gut kombinierbar mit Citrat oder Glycinat.
  • Magnesium-L-Threonat: die „Gehirn-Form“ – speziell entwickelt, um die Blut-Hirn-Schranke besser zu passieren. Studien zeigen bessere Effekte auf Kognition, Gedächtnis und Schlafqualität. Ideal für: Wenn du merkst, dass der Kopf nicht mehr so mitmacht (Konzentration, leichte Vergesslichkeit ab 40+). Nachteil: Deutlich teurer, weniger elementares Mg. Nur wenn du gezielt Hirn-Support willst
  • Magnesiumoxid: Billig und viel elementares Mg (bis 60 %), aber Bioverfügbarkeit miserabel (oft nur 4–10 %). Viel landet ungenutzt im Stuhl. Ideal für: Gar nichts, außer als günstiges Abführmittel bei Verstopfung. Vermeide es, wenn du echten Mg-Support suchst und wenn du zusätzlich Vitamin D supplementierst
  • Komplex-Präparate: (z. B. Citrat + Glycinat + Malat + Taurat) decken eine breite Palette ab und sind gut in ihrer Verträglichkeit. Ideal für: Wenn du nicht weißt, was genau du brauchst – ein Allrounder.

Als kleinen Richtwert könnt ihr euch merken, dass Männer etwa 350 mg/Tag benötigen und Frauen etwa 300mg. An Tagen mit Sport oder Sauna kann der Bedarf zusätzlich um 50–100 mg steigen. Ich wiege es nicht ab, sondern versuche, das genauso wie Vitamin D und die anderen Supplemente in meinen Tag zu integrieren, so gut es eben geht.

Eine Überdosierung bei gesunden Menschen ist nahezu ausgeschlossen, denn der Körper reguliert die Aufnahme sehr gut und überschüssiges Magnesium wird in der Regel über die Nieren wieder ausgeschieden. Daher gilt wie bei allen: Alles in einem gesunden Rahmen und nicht auf einen Baustein setzen, genauso wie bei der Ernährung.

Wann und wie nehme ich es zu mir?

Wann ich es zu mir nehme, hängt ein wenig von meinen "Zielen" ab. Der Abend vor dem Schlafengehen ist eine gute Zeit, denn es trägt zur Muskelentspannung bei und hilft, das Nervensystem zu beruhigen. Auch nach dem Sport und der Sauna ist es sinnvoll, da es die Muskelregeneration unterstützt und den Elektrolythaushalt wieder auffüllt. Im Idealfall danach mit einer kleinen Mahlzeit, da es damit meistens besser vertragen wird. Bei höheren Mengen (z. B. 300–400 mg täglich) ist es sinnvoll, die Einnahme auf zwei Portionen über den Tag zu verteilen (morgens und abends).

Gute Magnesiumquellen/Snacks

Es gibt viele gute Magnesiumquellen und auch Snacks für zwischendurch. Vielleicht habt ihr diese bereits in eurer wöchentlichen Ernährung. Falls nicht, könnt ihr hier gerne immer wieder darauf zurückgreifen.

Hier die besten Magnesiumquellen – mg pro 100g

  • Weizenkleie – ca. 590 mg
  • Kürbiskerne – ca. 530 mg
  • Kakaopulver (ungesüßt) – ca. 500 mg
  • Paranüsse – ca. 376 mg
  • Sesamsamen – ca. 350 mg
  • Chiasamen – ca. 335 mg
  • Sonnenblumenkerne – ca. 325 mg
  • Leinsamen – ca. 325 mg
  • Sojabohnen – ca. 280 mg
  • Mandeln – ca. 270 mg
  • Cashewkerne – ca. 260 mg
  • Buchweizen – ca. 230 mg
  • Dunkle Schokolade (70–85 % Kakao) – ca. 230 mg
  • Quinoa – ca. 197 mg
  • Erdnüsse – ca. 170 mg
  • Schwarze Bohnen – ca. 160 mg
  • Haselnüsse – ca. 160 mg
  • Walnüsse – ca. 150 mg
  • Haferflocken – ca. 135 mg
  • Weiße Bohnen – ca. 130 mg
  • Linsen – ca. 120 mg
  • Kichererbsen – ca. 115 mg
  • Vollkornreis – ca. 110 mg
  • Vollkornbrot – ca. 90 mg
  • Spinat – ca. 80 mg
  • Mangold – ca. 80 mg
  • Makrele – ca. 75 mg
  • Getrocknete Feigen – ca. 65 mg
  • Thunfisch – ca. 50–60 mg
  • Avocado – ca. 30 mg
  • Banane – ca. 27 mg
  • Hähnchenfleisch – ca. 22–29 mg
  • Rindfleisch – ca. 20–25 mg
  • Lachs – ca. 25–30 mg

Es gibt noch weitere Lebensmittel, aber ich denke, das reicht erst einmal für einen guten Überblick.

Mein persönliches Fazit

Man könnte den Artikel noch mit vielen weiteren Informationen schmücken, aber ich versuche es bei den wichtigsten Informationen zu belassen. Gerne könnt ihr euch tiefer einlesen, wenn ihr möchtet.

Kurz gesagt: Magnesium ist kein Hype, sondern wieder ein kleines Puzzlestück im Alltag und gerade ab 35+. Mir hilft es sehr und mit einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung werdet ihr einen Unterschied spüren. Am Ende fühlt es sich bei mir an wie ein kleiner, aber echter Gewinn: mehr Energie, weniger Gereiztheit und das Gefühl, den Körper wieder besser zu unterstützen.


Und jetzt seid ihr dran! Wie geht ihr mit dem Thema um? Habt ihr schon eure Lieblingsform gefunden – Glycinat, Citrat, Malat oder vielleicht was ganz anderes? Welche Symptome haben sich bei euch gebessert (oder auch nicht)? Habt ihr Tipps zur Einnahme, zur Ernährung, oder habt ihr vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht?

Schreibt gerne einen Kommentar, ich lese jeden und freue mich immer über den Austausch. Bleibt entspannt und bis bald.

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